Hartferrit-Magnete: Die Robusten

Hartferrite bestehen aus oxydierten Metallen und zählen deshalb zur Gruppe der keramischen Werkstoffe. Sie bestehen aus etwa 90 % Eisenoxid (Fe2O3) und 10 % Erdalkalioxid (BaO oder SrO) – Rohstoffen, die reichlich und preiswert zur Verfügung stehen. Heute stellen sie den grössten Teil der produzierten Dauermagnete dar. Wie für Oxidkeramiken typisch, sind Hartferrit-Magnete relativ beständig gegen Feuchtigkeit, Lösungsmittel, Laugen, schwache Säuren, Salze, Schmiermittel und Schadgase. In der Regel lassen sie sich daher ohne zusätzlichen Schutz vor Korrosion einsetzen. Die Formgebung erfolgt für isotrope Magnete durch Pressen. Anisotrope Magnete werden in einem Magnetfeld gepresst, wodurch der Magnet eine Vorzugsrichtung erhält und sich dessen Energiedichte verdreifachen lässt.

Anders als AlNiCo-Magnete zeichnen sich Hartferrite durch geringe Flussdichten, jedoch hohe Koerzitivfeldstärken aus. Daraus ergibt sich die üblicherweise flache Bauform der Werkstoffe. Je nach Ausgangsmaterial unterscheidet man zwischen Bariumferrit und Strontiumferrit.